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Berufsorientierung
Berufswahlbüro an Integrierter Gesamtschule ESS in Wanfried eingerichtet
Es ist das dritte Projekt dieser Art, das die IHK im Werra-Meißner-Kreis anschiebt. Vorreiter sind die Brüder-Grimm-Schule in Eschwege und die Rhenanus-Schule in Bad Sooden-Allendorf. „Die Elisabeth-Selbert-Schule hat unsere Idee bisher hervorragend umgesetzt“, sagt Dr. Michael Ludwig, Leiter des IHK-Servicezentrums Werra-Meißner. In der Bücherei bei Jürgen Röhl finden die Schüler täglich eine Anlaufstelle. Dort werden ihre Fragen beantwortet, hier gibt es Informationsmaterial. Röhl ist es auch, der so genannte Praktiker-Teams an die Schule holt, die die Schüler mit Informationen aus dem Berufsalltag versorgen. 157 Schüler ab der achten Klasse hat Röhl angesprochen, um herauszufinden, welche Praktiker er einladen soll. Die Rücklaufquote lag bei fast 90 Prozent. „Die Schüler sind interessiert“ sagt Röhl. In den vergangenen Wochen waren bereits Rettungssanitäter, Altenpfleger und die Sparkasse in Wanfried vor Ort. Vergangene Woche stellte Polizeihauptkommissar Jörg Künstler die Aufgaben der Polizei vor. „Es ist angenehm, dass die Gruppen nicht so groß sind, da kommt man besser ins Gespräch“, sagt Künstler. Etwa zehn Jugendliche nehmen immer an diesen Gesprächen teil. „Wir wollen den Schülern für die Zeit nach der Schule Orientierung bieten“, sagt ESS-Schulleiter Eberhard Hohlbein. Deswegen wird in Zukunft in jedem Fach ein verbindlicher Bezug zu einem Beruf hergestellt. Egal ob Sport, Chemie, Bio, Mathe oder Deutsch. Für die Schüler sei es wichtig zu wissen, wie es hinterher weitergehen könnte. „Es ist nicht entscheidend, unbedingt Abitur zu machen und zu studieren“, sagt Anke Luther von der IHK. Sie appelliert an die Eltern, den sozialen Druck nicht zu hoch aufzubauen. Wichtig sei zu wissen, was der Schüler will. Bürgermeister Wilhelm Gebhard freut sich sehr über das neue Angebot für die Schule am Ort. Ein weiteres Highlight für Wanfried. Das Berufswahlbüro unterstützt die Schülerinnen und Schüler wesentlich beim Nachdenken über die eigene Zukunft. Das entlastet auch die Familien, die sich mit der Fragestellung „was soll mein Kind mal nach der Schule machen“ alleine fühlen. Gebhard macht deutlich, dass sich die Situation im Vergleich zu seiner Schulzeit gewandelt habe. Gab es vor wenigen Jahren nicht für alle Schulabgänger eine Ausbildungsstelle im Kreis, ist das Angebot an offenen Stellen mittlerweile größer als die Nachfrage. Mit Hilfe des Berufswahlbüros könne den jungen Menschen klar gemacht werden, dass sie auch vor Ort eine Zukunft haben können und nicht dem Lockruf der Ferne folgen müssen. „Das könne mit Hilfe des Büros bedarfsgerecht, zielgerichtet und individuell geschehen,“ so Gebhard abschließend. Foto: Diana Wetzestein
sich vorher im Sekretariat anzumelden. Danke im Voraus.
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